Für vier Tage schlüpfte Jakob Börstler aus dem Kreis Heinsberg in die Rolle eines Bundestagsabgeordneten. Im Rahmen des Planspiels „Jugend und Parlament“ des Deutschen Bundestages hatte der 18-jährige Schüler der 12. Jahrgangsstufe des Kreisgymnasiums Heinsberg die Möglichkeit, parlamentarische Abläufe aus nächster Nähe kennenzulernen. Dabei nahm er an Plenar-, Ausschuss-, Fraktions- und Arbeitsgruppensitzungen sowie Landesgruppentreffen in Berlin teil.
Über 250 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland kamen in der Hauptstadt zusammen, um den parlamentarischen Alltag realitätsnah zu erleben. „Es freut mich sehr, dass mit Jakob Börstler erneut ein engagierter junger Mensch aus meinem Wahlkreis an diesem besonderen Planspiel teilnehmen konnte“, erklärte der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers (CDU).
Ziel des Planspiels ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages sowie die komplexen Abläufe der Gesetzgebung näherzubringen. „Das Planspiel vermittelt auf eindrucksvolle Weise, wie politische Entscheidungsprozesse funktionieren und wie anspruchsvoll es ist, Mehrheiten zu organisieren und Kompromisse zu finden“, so MdB Oellers.
Jakob Börstler übernahm während des Planspiels die Rolle des fiktiven Bundestagsabgeordneten Thomas Kernberger aus München-Bogenhausen. In seiner Rolle war er 47 Jahre alt, Mitarbeiter eines Maklerbüros, Mitglied der Bewahrungspartei (BP) und seit drei Jahren im Bundestag. Die Figur blickt auf einen Werdegang vom Bauzeichner über ein BWL-Studium bis hin zu einer erfolgreichen Karriere in der Immobilienbranche zurück und engagierte sich bereits früh politisch in der Jungen BP.
„Es war beeindruckend zu erleben, wie intensiv und strukturiert im Bundestag gearbeitet wird. Besonders spannend fand ich die Diskussionen in den Fraktionen und Ausschüssen“, berichtete Jakob Börstler. In den Fraktionen und Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer intensiv über mehrere fiktive Gesetzesentwürfe und rangen um gemeinsame Lösungen. „Man merkt schnell, wie schwierig es ist, unterschiedliche Positionen zusammenzubringen – vor allem, wenn man eine Rolle vertritt, die nicht der eigenen Meinung entspricht“, so Börstler weiter.
Ein besonderes Highlight für Jakob Börstler war der letzte Tag des Planspiels: In der zweiten und dritten Lesung eines Gesetzentwurfs durfte er im Plenum des Deutschen Bundestages sprechen. „Am Rednerpult im Plenarsaal zu stehen, war ein unvergessliches Erlebnis. Das hat mir noch einmal deutlich gemacht, welche Verantwortung mit politischer Arbeit verbunden ist“, schilderte er.
Neben seinem schulischen Engagement ist Jakob Börstler auch kommunalpolitisch aktiv und konnte bereits beim Planspiel Börse erste Erfolge erzielen. „Ich bin sehr dankbar, dass mir diese Teilnahme ermöglicht wurde und ich so viele wertvolle Einblicke gewinnen konnte“, betonte Börstler. Sein besonderer Dank gilt dem Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers für die Nominierung und Unterstützung.
„Es ist ermutigend zu sehen, wenn sich junge Menschen so intensiv mit Politik auseinandersetzen und Verantwortung übernehmen wollen“, betonte Oellers. „Solche Erfahrungen sind wertvoll für das Verständnis unserer Demokratie und fördern das politische Engagement.“



