Rheinische Post vom 03.09.2021
Text: (RP)
Foto: Anke Backhaus
Erkelenz Aufgrund der Corona-Pandemie sind die angehenden Abiturienten zwar in der Schule, die Politiker werden allerdings per Video zugeschaltet.
Für die Direktkandidaten des Kreises Heinsberg zur Bundestagswahl am 26. September ist der Wahlkampf im vollen Gange. Das beinhaltet auch zahlreiche Podiumsdebatten im ganzen Kreisgebiet, in denen die Kandidaten über Themen wie dem Klimawandel, dem Pflegesystem, dem Rentenmodell oder der Europäischen Union diskutieren. Mehrere dieser Runden haben die Politiker bereits hinter sich, zuletzt am Dienstag in der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg. An diesem Freitag, 3. September, sprechen die Kandidaten ab 11.30 Uhr im Erkelenzer Cusanus-Gymnasium.
Viele der Schüler aus der Stufe Q2 dürfen in diesem Jahr zum ersten Mal wählen – dementsprechend habe sie viele Fragen. „Wir möchten den Jugendlichen die Gelegenheit geben, sich intensiver mit den Wahlprogrammen der Parteien auseinanderzusetzen und mit den Kandidaten aller größeren Parteien ein kritisches Gespräch zu führen“, teilt das Cusanus-Gymnasium mit.
Zu Gast sind Wilfried Oellers (CDU), Norbert Spinrath (SPD), Lena Lenz (Grüne), Alexander Dorner (FDP), Hermann Navel (AfD) sowie Jules El-Khatib (Linke). Letzterer ist eigentlich Direktkandidat im Wahlkreis Essen II, vertritt aber den verhinderten Heinsberger Kandidaten Rüdiger Birmann. Lena Lenz vertritt die verhinderte Bundestagskandidatin der Grünen, Dignanllely Meurer.
In einem ersten Schritt hatten sich die 230 angehenden Abiturienten in ihren Kursen mit den Parteiprogrammen auseinandergesetzt und sich für zwei Schwerpunktthemen entschieden, um die es in der Debatte hauptsächlich gehen soll: „Welchen Beitrag gegen die Erderhitzung kann Deutschland (noch) leisten?“ und „Wie kann verhindert werden, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnet?“.