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Erst bange Stunden, dann die Katastrophe

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    Erst bange Stunden, dann die Katastrophe

    Allgemein | 18. Juli, 2021 | 0

    Heinsberger Nachrichten vom 18.07.2021

    Text: Anna Petra Thomas

    Bild: Manfred Kistermann

    Update WASSENBERG-OPHOVEN Der kleine Ort Ophoven ist am Wochenende vom Wasser der Rur überspült worden. Am Sonntag begannen die Aufräumarbeiten. Der Bürgermeister von Wassenberg wünscht sich besseren Schutz.

    „Katastrophe ist gar kein Begriff, um das hier ausreichend zu beschreiben.“ Ergriffen blickt Wilfried Oellers, Bundestagsabgeordneter des Kreises Heinsberg, am Samstag über den Teil des kleinen Wallfahrtsortes Ophoven, der zu diesem Zeitpunkt nur noch ein großer See ist, aus dem die Häuser und Autos herausragen. Die Wallfahrtskirche aus dem 12. Jahrhundert ist verschont geblieben, aber von dort in Richtung Rur und Kempen steht Ophoven unter Wasser, und das Wasser der Rur weicht auch nur ganz langsam wieder zurück.

    Erst am Sonntagvormittag kann hier mit den Aufräumarbeiten begonnen werden, auch wenn das Hochwasser noch nicht überall verbannt ist. Durchgängig im Einsatz ist die Feuerwehr. Dabei werden die Kräfte aus der Stadt Wassenberg von Kameraden aus dem gesamten Kreisgebiet unterstützt. Und neben den unzähligen Radtouristen in den Hochwassergebieten kommen auch viele Menschen einfach mit ihren Pumpen vorbei, um noch beim Leeren vollgelaufener Keller zu helfen. Nach und nach soll dann nach einer Begehung der Häuser in den betroffenen Straßenzügen auch der Strom wieder eingeschaltet werden.

    Horst Hamacher knattert am Sonntag wie schon seit vergangenem Donnerstag mit seinem kleinen roten Hoftruck wieder durchs Dorf und sammelt überall die Paletten mit Sandsäcken ein, die von den Bewohnern wieder zurückgestapelt worden sind. Mit seinem Sohn wechselt er sich ab. „Als es bei uns gebrannt hat, haben uns alle geholfen, da helfen wir jetzt auch. Das tut man gern“, sagt er.

    Schon am Donnerstagabend hatten sich in einer großen Hilfsaktion unzählige Menschen in den kleinen Ort begeben, um den Ophovenern beim Füllen von Sandsäcken zu helfen. Tausende wurden auf dem kleinen Erdwall aufgeschichtet, um das Wasser der Rur aus dem Ort fernzuhalten. Danach begann das ungewisse Bangen, ob die Barriere auch halten würde. Am Freitagabend war der Wall dann jedoch so aufgeweicht, dass sich das Wasser seinen Weg ins Dorf verschaffte. Hinzu kam, dass in der nahegelegenen Siedlung Ohe der Damm sogar brach und auch dort das Wasser Richtung Ophoven floss. Die Bevölkerung wurde evakuiert, eine Notunterkunft in der Mehrzweckhalle in Birgelen eingerichtet.

    Am späten Freitagabend wurde dann die Bezirksbereitschaft Arnsberg II alarmiert, die gegen 5.30 Uhr am Samstagmorgen mit 135 Einsatzkräften und 25 Fahrzeugen in Ophoven eintraf. Bis zum Abend blieben diese Feuerwehrkameraden noch vor Ort, bevor sie dann von heimischen Kräften wieder abgelöst wurden.

    Die Arbeit der Einsatzkräfte am Samstag hatte drei Schwerpunkte. Der wichtigste betraf die zentrale Stromversorgung im Ort. Sie wurde mit Sandsäcken gesichert. Unter dem kleinen Platz befindet sich aber auch eine Hebeanlage für den Kanal. Damit diese auf jeden Fall ebenfalls mit Strom versorgt blieb, stand ein großes, autarkes Notstromaggregat bereit. Zweiter, wichtiger Punkt war der Schutz gegen weiteres Hochwasser von der Rur. Dabei wurde das einströmende Wasser in den Vorfluter abgeleitet. Schließlich halfen die Feuerwehrleute aus Bochum und Herne auch, Schäden an privaten Gebäuden zu vermeiden oder zu mindern, etwa mit Tauchpumpen, um Keller leer zu pumpen.

    Bürgermeister Marcel Maurer stand derweil am Samstag den Fernsehteams vor Ort Rede und Antwort. Die aktuelle Gefahrenkarte für Hochwasser habe ziemlich genau die Situation getroffen, die jetzt eingetreten sei, sagte er den Journalisten. Seit vielen Jahren gebe es in Ophoven schon den Wunsch, den vorhandenen Deich zu erneuern. Erst im vergangenen Jahr sei dieser jedoch wieder abschlägig beschieden worden. „Ich würde mir jetzt wünschen, dass man da noch einmal in sich geht und zu einer genaueren Beurteilung kommt“, betonte er. „Wir sollten das jetzt hier sehr genau analysieren und nachsteuern.“ Maurer wünschte sich neue Berechnungen von der Bezirksregierung und vom Wasserverband Eifel-Rur (WVER).

    Der Bürgermeister äußerte sich auch zum vermuteten Rückstau der Rur, der nun vor allem Ophoven treffe. Leider gebe es derzeit keine Kommunikation mit den Kollegen in den Niederlanden. Von deutscher Seite wurde ein solcher Rückstau bereits am Freitag befürchtet aufgrund der engen Bebauung entlang der Rur an der Mündung in die Maas in Roermond, darüber hinaus aber auch wegen des Hochwassers der Maas selbst. In allen anderen Orten sei das Wasser sehr schnell zurückgegangen, nur in Ophoven nicht. Man sei halt das letzte Dorf vor der Grenze. Von niederländischer Seite werde dieser Effekt bestritten, weil man doch immerhin 15 Kilometer von der Mündung entfernt sei, erklärte er.

    „Für Schuldzuweisungen ist es noch zu früh“, betonte Landrat Stephan Pusch, der ebenfalls nach Ophoven gekommen war. Vorrangig müsse es jetzt erst einmal darum gehen, den Betroffenen zu helfen. „Und da müssen wir auch Land und Bund in die Pflicht nehmen“, sagte er. Was dann jedoch folgen müsse, sei eine nüchtern-sachliche Analyse zusammen mit dem Wasserverband Eifel-Rur.

    Während die Politiker ihre Interviews gaben, versuchten die Anwohner, die ihre Nacht in der Notunterkunft oder bei Freunden und Verwandten verbracht hatten, am Samstag wieder in ihre Häuser zu kommen, was mehr oder weniger gut gelang. Johann Schumacher und seiner Frau Gertrud, die bei ihrer Tochter in Geilenkirchen übernachtet hatten, gelang es nicht.

    Als am Freitagabend der Strom abgeschaltet worden sei, habe man nichts mehr machen können, erzählt der Besitzer eines landwirtschaftlichen Hofes am Anfang der Marienstraße. Einige Wertsachen habe man noch retten können. „Aber dann, als die Pumpen abgeschaltet waren, da war alles vorbei“, sagt er. Am Samstag scheiterte dann auch der Versuch, Medikamente oder gar seine Brille noch aus dem Haus zu holen. Die Tür ließ sich nicht öffnen, weil das Erdgeschoss immer noch mehr als hüfthoch unter Wasser stand.

    Unabhängig von diesen Schicksalsschlägen sind die Ophovener begeistert von der großen Hilfe, die sie von so vielen Menschen erfahren, die sie bisher nicht einmal kannten. „Die Solidarität ist phänomenal“, erklärte Wiljo Caron, ein Ophovener Urgestein und Sprecher der dortigen Kinderkrebshilfe. Er selbst könne sich zwar nicht mehr körperlich einbringen, sagte er. Aber einfach dabei sein, allen Helfern einfach zu danken, das sei doch auch wichtig. Auch den Bürgermeister beeindruckte die große Hilfsbereitschaft, die in Ophoven zu spüren war.

    Was der Hilfe und dem Aufräumen folgen muss, sind für ihn und auch für Wilfried Oellers, politische Konsequenzen. Sicherlich müsse man sich auch weiterhin für den Klimaschutz engagieren, erklärte Oellers. „Aber es muss auch einen direkten Hochwasserschutz für Rur und Wurm geben“, forderte er. Was da an Planungen laufe, müsse auch umgesetzt werden. „Die Wohnbebauung muss geschützt werden.“

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